operation sri madagascar
SRI, for rural development of Madagascar by malagasy farmers...
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and the booklet of the malagasy training centers in Madagascar [800Ko]

Der auf der Insel Réunion ansässige Verein “OPERATION SRI MADAGASCAR“ unterstützt die Madagassische Basisvereinigung Association TEFY SAINA (ATS) und ruft deshalb zu finanziellen Spenden auf. Als gemeinsames Ziel der Zusammenarbeit wird die Verbreitung verbesserter agro-biologischer Anbauverfahren für die Reisproduktion (SRI - System of Rice Intensification) anvisiert. Dieses Ziel soll über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bereit¬stellung von Informationsmaterialien sowie durch gemeinsame Projekte und Partnerschaften erreicht werden.

Im Jahre 2008 belief sich die gesamte Reisproduktion in Madagaskar auf ca. 3 Millionen Tonnen bei einem durchschnittlichen Ertrag von etwa 2 Tonnen pro ha. Damit kann der nationale Verbrauch an Reis (wichtigstes Grundnahrungsmittel in Madagaskar) bei weitem nicht mehr gedeckt werden. Seit einigen Jahren muss die Insel etwa 200.000 Tonnen an Reis importieren (Tendenz: steigend). Die Bevölkerung Madagaskars leidet regelmäßig unter Versorgungsengpässen an Nahrungsmitteln. Diese Situation wird durch die in letzter Zeit steigenden Nahrungsmittelpreise noch verschärft. Die Armut der Bevölkerung ist gravierend, mehr als 80% der Bevölkerung muss mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen.

In den 1980iger Jahren hat Pater Henri de Laulanié, ein französischer Agronom, der mit Kleinbauern in Madagaskar arbeitete, eine Methode zum Reisanbau entwickelt, die die traditionellen Praktiken revolutionierte. Diese Methode ist mittlerweile unter dem Namen „System der Reisanbau-Intensivierung (SRI)“ bekannt. Sie basiert auf der Kombination mehrerer einfacher Techniken: frühes Auspflanzen der Reispflanzen in Reihen mit Hilfe von Pflanzschnüren, zeitweise Trockenlegung der Reisfelder, etc.

Das Verfahren SRI ist ganz und gar biologisch-organisch und befreit die Bauern von der Verschuldungsfalle, die ansonsten durch den Zukauf von teuren chemischen Mineraldüngern und Pestiziden droht.

Die SRI Methode wird inzwischen in über 30 Ländern erfolgreich angewandt. Es hat sich überall gezeigt, dass mit den verbesserten Techniken des SRI Verfahrens, die Erträge leicht verdoppelt oder sogar verdreifacht werden können und dies bereits ab dem ersten Anbaujahr.

Ausbildung und landwirtschaftliche Praktika:
Für Bauern, Forscher und Studenten werden Trainingskurse angeboten in den diversen Ausbildungszentren in Madagaskar.

Contact us :


srimadagascar@voila.fr

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Obwohl es in Madagaskar ca. 1.721.000 Reisanbauer gibt, wenden bislang nur etwa 65.000 Bauern (ungefähr 3,5%) die verbesserten SRI Techniken an. Dieser Missstand ist bedingt durch die strukturellen Probleme der großen Insel in der landwirtschaftlichen Beratung. Zur landesweiten Verbreitung der SRI-Produktionstechniken wären intensive Beratungs- und Trainingsmaßnahmen notwendig, damit Madagaskar künftig Selbstversorger oder gar Exporteur von Reis werden könnte.

Eine flächendeckende Adoption des Systems zur Reisanbau-Intensivierung (SRI) käme einem Entwicklungsprogramm für Madagaskar gleich, das durch die madagassischen Bauern getragen würde.

Bereits seit 1990 arbeitet TEFY SAINA (ATS) mit lokalen Reisanbauern und trainiert diese in SRI-Techniken. Aber wie so viele andere Madagassische Initiativen auch, leidet die Arbeit dieser Organisation auch unter dem Mangel an finanziellen Mitteln.

Die „OPERATION SRI MADAGASCAR“ konstituierte sich zwischen dem 25. Mai und dem 01. Juni 2008 in Mayotte und vom 02. bis zum 15. Juni 2008 auf der Insel Réunion. Durch ihre Initiativen soll das Bewusstsein für die Anstrengungen von TEFY SAINA geschärft werden (Ausbildungskurse und Trainingsmaterialien in Madagassischer Sprache). Zur Verbreitung der SRI Methoden sowie weiterer agro-biologischer Produktionstechniken in Madagaskar wird Unterstützung geleistet.

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Der Verein „OPERATION SRI MADAGASCAR“ im Pressespiegel:

HARAKA INFO

„Madagaskar könnte wieder zum Reisspeicher im Indischen Ozean werden“
("Madagascar could become again the rice granary of the Indian Ocean" (Mayotte)
Download (french)
> Download (french) [1,5Mo]

97-6

23th of may 2008 (Mayotte) > Download (french) [2Mo]


MAYOTTE HEBDO
6th of june 2008 "Rice is not an aquatic plant" (Mayotte) > Download (french) [140Ko]

JOURNAL DE L'ILE

6th of june 2008 "Help Madagascar tout become again the rice granary" (La Réunion) > Download (french) [83Ko]


TÉMOIGNAGES

9th of june 2008 "The system of Rice Intensification, an answer to the world food crisis" (La Réunion)
> Download (french) [120Ko]
17th of june 2008 "Future generation of farmers : "the organic future”" (La Réunion) > Download (french) [120Ko]

20th of january 2009 "Biological intensive rice : for the self-sufficiency of Madagascar and of our region" > Download (french) [160Ko]

        

Im Lichte der bestehenden Verbindungen und des regen Austausches, der im Verlauf der bisherigen Initiativen bereits stattgefunden hat, möchten OPERATION SRI MADAGASCAR und TEFY SAINA ihre Kooperationsaktivitäten zwischen Mayotte, Réunion und Madagaskar längerfristig intensivieren. TEFY SAINA will der wachsenden Nachfrage nach Aus- und Fortbildung in ökologischer Landwirtschaft (Agro-Biologie) mit dem Angebot von Trainings-kursen in ihren unterschiedlichen Ausbildungszentren nachkommen und die nachstehend aufgeführten Themenfelder abdecken:
Ö kologische Landwirtschaft (Agro-Biologie), Aufforstung, Kompostierungstechniken, Mulchen, bodenschonender Mischkulturanbau, Fruchtfolgen, natürliche Pestizide, Ochsenanspannung und -pflügen, intensiver Reisanbau, Wasserverfügbarkeit und Bewässerung, Herstellung einfacher Arbeitsgeräte und ökologisches (Haus-)Bauen.

Zum jetzigen Zeitpunkt können die nachstehend präsentierten Trainingszentren noch alle Kursteilnehmer (Studenten, Bauern oder andere interessierte Personen) beherbergen. Die angestrebte regionale Kooperation und die von OPERATION SRI MADAGASCAR initiierten Spendenkampagnen (Fundraising) werden künftig dazu beitragen, die Qualität der Trainingskurse und die Kompetenz der TEFY SAINA angegliederten Trainer zu verbessern. Desweiteren sollen die Kapazitäten, auch größere Gruppen zu logieren, erhöht werden.

Die Trainingskurse bieten somit die Chance, die Erfahrungen von Bauern der drei Inseln (Mayotte, Réunion und Madagaskar) zusammen zu bringen und einen gegenseitigen nutzbringenden Austausch zu ermöglichen. Darüberhinaus können solche regionalen Begegnungen die lokalen Kompetenzen zur landwirtschaftlichen Aus- und Fortbildung in Madagaskar stärken und somit zum Ziel der Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln auf der „großen Insel“ beitragen.

> ZOMA Association  

Das Hauptanliegen ZOMA’s ist es, armen Madagassischen Familien, die in städtischen Zentren leben zu helfen, ihren Traum von relativem Wohlstand auf dem Lande zu erfüllen. Um diesen Wunsch zu verwirklichen, betreibt ZOMA ein Ausbildungszentrum (CEFOTAM (CEntre de FOrmation et de Transit des Adultes Migrants) etwa 250 Kilometer westlich von Antananarivo, in der Gemeinde Tsiroanomandidy. Hier werden einjährige Trainingskurse in landwirtschaftlichen Techniken und Praktiken durchgeführt. ZOMA unterhält gleichfalls ein Aufnahmezentrum für Migranten-Familien in Ankazobe, ca. 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt, in dem die Bauern nach erfolgreicher Absolvierung der einjährigen Trainingskurse zunächst untergebracht werden. Diese Migranten-Familien beginnen sodann ihr neues Leben als Bauern auf einer Fläche von 6 ha, die ihnen vom Staat zugeteilt wurde.

> CHAMP-ECOLE ("Bäuerliche Feldschulen" gegründet im Jahre 2005) in Ivato bei Ambositra

Die Feldschule ist ein musterhaftes Modell für eine Nicht-mechanisierte Landwirtschaft und angepasstes Landnutzungsmanagement. Sie wurde auf etwas mehr als 25 ha am Stadtrand von Antananarivo etabliert. Hier werden anschaulich kreative Landnutzungs- und Bodenfruchtbarkeits- verbessernde Praktiken demonstriert in einer Region mit armen Böden und sehr zerklüfteter Landschaft. Ausgeklügelte Techniken zum Wassersammeln für häusliche Nutzung und zur landwirtschaftlichen Bewässerung einer Vielzahl von biologisch-organisch angebauten Nahrungsmittel- und Medizinalpflanzen werden hier erfolgreich praktiziert. In kleinem Maßstab ist hier auf diesem schwierigen Standort ein Paradigma (Musterbeispiel) für nachhaltige Entwicklung in der Region entstanden, das für Forschung und Ausbildung genutzt werden kann und auf andere Standorte übertragen werden sollte.

> TAF, 85 kilometer östlich von Antananarivo

TAF ist ein Standort für Landwirtschaft und Öko-Tourismus, an welchem Touristen in familiärer Umgebung traditionelle madagassische Kultur erleben können. Es werden Trainingskurse von zwei Tagen, zwei Wochen oder zwei Monaten in ökologischem Gartenbau, Reisanbau und Tierhaltung angeboten.

> TATA (Nachwuchskräfte in der ländlichen Welt, „Young Pillars of a Rural World“) 25 km von Antananarivo entfernt:

TATA ist die Wiege und das Zentrum der „Vermiculture“ (Zucht von Kompostwürmern, Eisenia foetida) in Madagaskar. Hier werden die berühmten Erdwürmer, die sehr effektiv zur Produktion von hochwertigem Kompost eingesetzt werden können, gezüchtet und verkauft. Desweiteren werden verschiedene Biopestizide vertrieben und auch Trainingskurse in ökologischer Landwirtschaft (Agro-Biologie) und Aufforstung angeboten.

> TAOEZAKA I (“Mutige Unternehmungen”, "Courageous Undertaking") im Herzen von Fianarantsoa

In diesem Forschungszentrum mit Konstruktionswerkstatt für angepasste Technologien werden sowohl einfache Geräte und Werkzeuge für Haushalt und Schulen entwickelt und hergestellt als auch verschiedene Teile für landwirtschaftliche Geräte. Es wird alles mit lokalen Materialien gefertigt, die preiswert und in weiten Teilen Madagaskar verfügbar sind.
Taoezaka I ist spezialisiert auf Materialien und Geräte zur Kompostierung, für den Gartenbau, Wasserpumpen und Bewässerung sowie auf Geräte, die für SRI angepasst sind.

> TAOEZAKA II 20 Kilometer nördlich von Antananarivo

Dies ist die Zentrale von ATS (Association TEFY SAINA) für Entwicklung und Demonstration sowie für Beratung und Verbreitung von SRI- und Agro-Biologie-Techniken. TAOEZAKA II gilt als Referenzzentrum für ländliche Technologie sowohl für Haus und Küche als auch für agro-biologische Produktionstechniken. Dem Zentrum ist eine kleine Bibliothek angegliedert, die nicht nur über Standardwerke und Informationen zu den relevanten Themen verfügt, sondern auch über Prototypen von innovativen Geräten für ländliche Haushalte, zur Baumwollverarbeitung sowie zu Landwirtschaft und Reisanbau. TAOEZAKA II bietet praktische Trainingskurse in Form von 12 Modulen an:
Koordination und Moderation, Umwelt, Wasser, Agro-Biologie, SRI und Saatgut, handwerkliche Fertigkeiten für Männer und Frauen, Energie-effizientere, verbesserte Kochherde und Öfen, Ernährung, Naturheilkunde (alternative Medizin), Tierhaltung, Konservierung und Vorratshaltung, Lebensmittelverarbeitung und Konservenabfüllung.

> LAULANIE GREEN UNIVERSITY (LGU) in Ambanja, Region Diana und in Antananarivo

Laulanié ist eine Universität, die auf ökologische Themen ausgerichtet ist. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Landwirtschaft und Öko-Tourismus. Das Ausbildungsprogramm umfasst:
• Trainingsmodule für Multiplikatoren (Training of Trainers) in Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung, die als Qualifikationskriterium das Abitur und mindestens zwei Jahre Studienzeit (oder eine äquivalente Qualifikation) voraussetzen;
• Begleitende praktische Kurse zu ländlichem Tourismus, insbesondere Ökotourismus auf Dorfebene für Gymnasiasten und Bauern;
• Kurse in lokaler Gastronomie (traditionelle madagassische Küche), die den Ansprüchen einer gesunden Ernährung entspricht und die verfügbaren lokalen Produkte besser in Wert setzt.

Das Ziel der ländlichen Universität LGU mit ihrer Spezialisierung auf Agro-Ökotourismus ist es, eine qualifizierte Ausbildung sicherzustellen, die die elementaren Grundbedürfnisse Ernährung und Gesundheit mit den Prinzipien einer Nachhaltigen Landwirtschaft in Einklang bringt.

Da alle diese Ausbildungszentren alsbald als aktive Mitglieder in das WWOOF Netzwerk (www.wwoof.org) integriert werden, können sie ihre Dienstleistungen in Zukunft auch einer größeren internationalen Öffentlichkeit offerieren.

Translation for 140 languages by ALS

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